Warum du die wichtigste Person in deinem Leben bist

Viele „Hochsensible Menschen“ (HSP) kennen das Problem, nicht „Nein“ sagen zu können. Lieber sagen sie „Ja“, obwohl sie „eigentlich“ überhaupt nicht wollen oder auch keine Energie dafür haben. Nur um das Gegenüber nicht zu verletzen oder einfach weil sie nie gelernt haben, dass es auch einmal völlig OK ist, „Nein“ zu sagen.  HSP haben oft ein ausgeprägtes „Helfersyndrom“ und sind immer für alle da und versuchen es der ganzen Welt recht zu machen. Oft höre ich Aussagen wie: „Ich kann nicht „Nein“ sagen, weil ich dann das Gefühl habe, dass die Menschen böse auf mich sind.“

Helfen ist moralisch absolut gut, solange die wichtigste Person nicht vergessen wird und auch auf deren Bedürfnisse geachtet wird.

Wer glaubst du, ist die wichtigste Person in deinem Leben?

Nun wirst du wahrscheinlich einige Menschen aufzählen, die dir wichtig sind. Zum Beispiel deine Eltern, deinen Partner, deinen besten Freund oder deine allerbeste Freundin. Aber mal ganz ehrlich! Hast du dabei auch einmal eine Sekunde an dich gedacht? Richtig. DU bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Nur wenn du dich und deine Bedürfnisse ernst nimmst und auch gut für dich sorgst, hast du auch die nötige Energie, anderen zu helfen.

Ein kleines Beispiel. Viele sind bestimmt schon einmal geflogen. Vor dem Abflug geht die Stewardess mit den Passagieren die Sicherheitshinweise durch, um diese zu erklären. Und nun rate mal wem du als Erstes die Atemschutzmaske  überziehen sollst? Genau. Erst ziehst du sie dir selbst über. Warum? Wenn du ohnmächtig wirst, kannst du keinem anderen mehr helfen!

Auch in der Bibel steht schon geschrieben: Liebe deinen nächsten wie dich selbst!

Ich drehe nun die Frage einmal um. Liebst du dich selbst genauso wie deine Mitmenschen? Nein? Dann solltest du das schleunigst ändern.

Nun wirst du vermutlich sagen: Aber ich kann doch nicht mich an erste Stelle stellen, das ist doch egoistisch. Nein, ist es nicht! Jeder von uns hat einen begrenzten Energiehaushalt. Solange unsere Depots bis oben hin gefüllt sind, können wir mit Leichtigkeit anderen helfen und haben auch noch Energie für Dinge, die wir lieben. Leeren sich allerdings diese Depots, schwindet unsere Energie und alle Aufgaben werden zur Belastung. Am Abend sind wir dann so ausgelaugt, dass wir für unsere Lieblingsbeschäftigung einfach keine Energie mehr haben. Wir wollen uns nur noch zurückziehen, unsere Ruhe haben und schlafen.

Frage dich nun einmal ernsthaft: Ist das wirklich das, was du willst?

Wenn du nun aber darauf achtest, dass dein Energiehaushalt immer auf einem hohen Level ist, hast du auch keine Schwierigkeiten zu helfen. Und dann macht helfen auch Spaß und ist keine Qual.

Der erste Schritt ist nun, einmal herauszufinden, welche Dinge dir Energie rauben und bei welchen Dingen du Energie tanken kannst.

Nimm dir hierfür ca. eine halbe Stunde Zeit und denke mal darüber nach, welche Situationen, Menschen und Aktivitäten dir mehr Energie schenken, wo du dich hinterher also richtig gut fühlst und vor Energie nur so strotzt. Dann mache dir auch bewusst, welche Menschen, Situationen und Aktivitäten dir deine Energie rauben. Wann fühlst du dich ausgebrannt und müde?

Mache dir deine Energieräuber und deine Energiespender einmal so richtig bewusst. Am besten schreibst du dir eine Liste mit zwei Spalten. Schreibe bitte alles auf, was dir in den Sinn kommt, ohne großartig darüber nachzudenken. Schreibe intuitiv und aus dem Bauch heraus.

Hast du deine persönliche Energiespender/Energieräuber-Liste erstellt, so stelle dir nun folgende Frage:

Was ist mein nächster Schritt, um meine Energietanks weitestgehend gefüllt zu haben?

Schreibe auch hier wieder intuitiv aus dem Bauch heraus, ohne lange darüber nachzudenken. Deine Intuition weiß, was der nächste Schritt ist. Vertraue darauf!

Wichtig ist, dass du diesen Schritt dann auch gleich umsetzt und in deinen Alltag integrierst.

Ein kleines Beispiel: Wenn du deine Energiereserven am besten in der Natur auffüllen kannst, so plane dir jeden Tag einen kleinen Spaziergang z. B. durch den Wald ein, damit sich deine Depots wieder füllen können.

Jeder Mensch ist einzigartig und individuell, deshalb gibt es auch kein Allerweltsmittel, welches bei jedem gleich wirkt. Du musst deine persönlichen Energiespender finden. Die einen tanken im Stillen und in sich gekehrt wieder neue Energie, andere wiederum wenn sie im Rampenlicht stehen und Action um sich haben. Finde deine persönliche Tankstelle und benutze sie regelmäßig, am besten jeden Tag!

Mögliche Energiespender können sein:

  • Achtsamkeit
  • Meditation
  • Natur (z. B. Wandern, Spazierengehen, Gartenarbeit)
  • Tiere
  • Inspirierende Menschen
  • uvm.

Es bedarf natürlich etwas Zeit, bis alle Energiespender und Energieräuber ausfindig gemacht sind und gute Strategien entwickelt werden können, um das Energielevel aufrecht zu erhalten. Setze dich hierbei nicht unter Druck und gehe einen Schritt nach dem anderen. Lasse dir so viel Zeit, wie du brauchst.

Ich wünsche dir viel Freude beim Umsetzen und viele neue Erkenntnisse!

Wenn du Fragen hast oder du dich für ein pferdegestütztes Mentalcoaching interessierst, melde dich gerne bei mir. Auf meiner Webseite www.mentalepferdepower.de werde ich auch in meinem persönlichen Blog regelmäßig Themen zum Thema Hochsensibilität, Persönlichkeitsentwicklung, Pferdegestütztes Coaching sowie Pferd-Mensch-Beziehungen online stellen. Um keinen meiner Beiträge zu verpassen, melde dich für meinen Newsletter an.

Zum Abschluss möchte ich dir nun noch sagen:

JEDER ERFOLG BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT!

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