Warum Abgrenzung so wichtig ist für HSP!

Kennst du das auch: Du kommst in einen Raum voller Menschen und bist sofort erschlagen von den Gefühlen und Emotionen, die ungefiltert auf dich einprasseln? Oder die Negativität mancher Menschen in deinem Umfeld, welche dich „runterzieht“, obwohl sie dich nicht betrifft?

Viele von uns können sich einfach nicht abgrenzen bzw. eine gesunde Distanz zu anderen wahren. Sie nehmen alles in sich auf und wissen oftmals nicht, ob dieses Gefühl nun wirklich zu ihnen gehört oder nicht.

Warum fällt es HSP so schwer, sich abzugrenzen bzw. Distanz zu wahren?

Meiner Erfahrung nach gibt es dafür mehrere Gründe. Ich möchte in diesem Artikel jedoch nur auf zwei wichtige Faktoren näher eingehen.

  1. Ich will allen helfen und jedem alles Recht machen.

Viele HSP haben ein ausgeprägtes „Helfersyndrom“, welches sie glauben lässt, dass sie für alles zuständig sind, alles und jeden verstehen und für jeden die bestmögliche Lösung parat haben müssen. HSP haben nur allzu leicht die Befürchtung, dass sie, wenn sie sich einmal verschließen, etwas nicht so nah an sich ranlassen oder „Nein“ sagen, gleich als arrogant oder kühl betitelt werden.

  1. Die Angst, nicht anerkannt zu werden.

Oftmals sind Menschen zu sehr im „Außen“ gefangen und vergessen dabei völlig, dass sie alles, was sie brauchen, bereits in sich tragen. Vielen ist extrem wichtig, wie sie auf ihre Umwelt wirken. Sie tun alles, um so vielen wie möglich zu gefallen und vergessen dabei sich selbst.

Siehe hierzu meinen Blogbeitrag: Warum du die wichtigste Person in deinem Leben bist!

Hierfür möchte ich dir nun drei wertvolle Fragen an die Hand geben, welche du dir stellen kannst, um dich leichter abgrenzen bzw. distanzieren zu können.

Frage Nr. 1:
Ist das wirklich mein Gefühl, meine Emotion oder meine Empfindung? Oder gehört sie der Person mir gegenüber?

Bekomme ein Gespür dafür, was wirklich dich und deine Person betrifft und was du „nur“ von anderen aufgeschnappt hast. Lerne zu differenzieren. Dies erfordert ein wenig Übung und Zeit, aber mit jedem Mal wirst du dir sicherer werden.

Frage Nr. 2:
Bin ich wirklich für dieses Gefühl, diese Emotion oder dieses Empfingen verantwortlich?

Mache dir hier bitte bewusst, dass du in erster Linie für dich selbst verantwortlich bist und nicht für die ganze Welt. Jeder Mensch steht in der Eigenverantwortung und sollte die Verantwortung für sein Leben übernehmen, um das Leben führen zu können, welches er haben möchte. Kein anderer kann diese Verantwortung für dich und dein Leben übernehmen!

Gerade Menschen mit ausgeprägtem „Helfersyndrom“ fällt es extrem schwer, anderen zuzusehen, wie diese leiden und unglücklich sind. Aber dafür sind wir nicht verantwortlich. Das müssen HSP bzw. Menschen mit „Helfersyndrom“ erst einmal lernen, dass sie nicht immer helfen oder retten können. Wir können jemanden darauf hinweisen und ihm ggf. einen Rat geben, sofern die Person diesen hören will. Was aber diese Person letzten Endes daraus macht, bleibt ihr überlassen. So schwer es auch fällt!

JEDER IST SELBST VERANTWORTLICH FÜR SEIN TUN UND HANDELN!

Frage Nr. 3:
Will ich das wirklich?

Immer wenn etwas von dir erwartet wird bzw. du etwas tun sollst, was du aber „eigentlich“ gar nicht machen möchtest, stelle dir diese Frage Nr. 3 und beantworte sie ehrlich. Kommuniziere dann deine Antwort auch offen und authentisch mit deinem Umfeld. So übst du immer wieder das „Neinsagen“ und wirst selbstsicherer in deinem Tun.

Heute möchte ich dir auch eine kleine Mental-Übung mit an die Hand geben, damit du dich besser schützen kannst und so manch negative Energien an dir abprallen.

Immer wenn du das Haus verlässt, visualisiere dir einen unsichtbaren Schutzmantel. Wie dieser aussieht, bleibt dir und deiner Phantasie überlassen. Wichtig ist nur, dass er dich komplett umhüllt. Stelle dir vor, wie du deinen Schutzmantel vom Kleiderhaken nimmst und anziehst. Kuschelig weich und angenehm schmiegt er sich wie eine zweite Haut an dich. Um den Effekt zu verstärken, kannst du die Bewegung auch körperlich durchführen.  Visualisiere weiter, dass dieser Mantel alles Negative von dir fern hält. Alles, was dir nicht gut tut, prallt daran ab und kann überhaupt nicht zu dir durchdringen. Der Mantel beschützt dich den ganzen Tag!

Mache diese Übung am besten täglich bzw. immer wenn du Schutz haben möchtest. Natürlich erfordert dies etwas Übung und wird zu Anfang mehr Zeit in Anspruch nehmen. Aber mit der Zeit wird es für dich zur Gewohnheit und du ziehst dir deinen Mantel mal eben im Vorbeigehen über.

Ich würde mich freuen, wenn du deine Erfahrungen mit mir teilst und mir Feedback zu meinen Beiträgen gibst!

Zum Abschluss möchte ich dir noch sagen:

FOLGE DEINEM HERZEN UND ÜBERNIMM DIE VERANTWORTUNG FÜR DICH UND DEIN LEBEN!

Wenn du Fragen hast oder du dich für ein pferdegestütztes Mentalcoaching interessierst, melde dich gerne bei mir. Auf meiner Webseite www.mentalepferdepower.de werde ich auch in meinem persönlichen Blog regelmäßig Themen zur Hochsensibilität und deren Persönlichkeitsentwicklung online stellen. Um keinen Artikel zu verpassen trage dich in meinen Newsletter ein, dann wirst du automatisch benachrichtig, sobald ein neuer Artikel online ist.

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