Vom Opfer zum Schöpfer

Hast du es auch schon einmal erlebt, dass du dich in einer Situation oder einer Person gegenüber kleiner gemacht hast als du eigentlich bist? Im Nachhinein hast du dir dann gedacht: „Verdammt, warum habe ich nicht zu mir und meinen Bedürfnissen gestanden?“

Oft erlebe ich, dass Menschen, nicht nur HSP, in eine Opferrolle fallen und dann in dieser verbleiben. Auch bei mir war es lange Zeit so. Ich habe mich immer kleiner gemacht, als ich bin und auch oft meine Schwäche und Verletzlichkeit zur unbewussten Manipulation eingesetzt. Auch habe ich lange Zeit der ganzen Welt die Schuld für meine Leiden gegeben. Zur besseren Veranschaulichung möchte ich hier ein kleines Beispiel anbringen.

In einer Partnerschaft (Ehe, Liebesbeziehung, Eltern) wird diskutiert und es schein, dass sich diese Diskussion in einer Endlosschleife befindet. Ein Partner unterwirft sich schließlich und zieht die Opferkarte. Er macht sich absichtlich klein und hilflos, damit der andere einlenkt und ein schlechtes Gewissen bekommt. Dies passiert natürlich meist unbewusst in uns. Wir sind uns dessen nicht bewusst!

Dahinter können sich Glaubenssätze verbärgen aber auch einfach erlernte Verhaltensweisen. Dies ist auch nichts Schlimmes. Jeder wird erzogen und jedem werden Verhaltensweisen antrainiert. Und jeder hat auch das Recht, seine antrainierten und anerzogenen Verhaltensweisen zu hinterfragen und zu ändern. Hier gibt es auch keine Schuldfrage!

Was ist nun eigentlich die Opferrolle?

Meine Interpretation von Opfer ist folgende: Immer wenn wir uns „fremdbestimmen“ lassen und uns diesen Fremdbestimmungen unterwerfen, befinden wir uns in einer Opferrolle. Typische Aussagen sind dann z. B.:

  • Ich bin doch so hilflos!
  • Alle sind immer nur gegen mich!
  • Die ganze Welt ist so grausam zu mir!
  • Warum muss das immer nur mir passieren?
  • Wieso behandeln mich alle immer nur so unfair?

Richtig! Das klingt alles nach jammern und klein machen. Die Schuld wird immer nur im „Außen“ gesucht und alle anderen sind böse und ich „armer Tropf“ kann doch überhaupt nichts dafür! Aber ist das nun wirklich so? Sind wirklich nur die anderen Schuld?

Ich sage Nein, nicht die anderen sind schuld, sondern ausschließlich wir selbst. Jeder ist für sich und sein Leben selbst verantwortlich und kann bestimmen, was derjenige daraus macht. Das heißt also:

NUR DU SELBST KANNST DEIN LEBEN NACH DEINEN WÜNSCHEN GESTALTEN. KEIN ANDERER KANN DIES FÜR DICH ÜBERNEHMEN!

Wie also kannst du nun vom Opfer zum Schöpfer werden?

Hier möchte ich dir nun 3 Tipps mit auf den Weg geben, damit du selbstbestimmter und selbstbewusster Schöpfer wirst.

Tipp Nr. 1: Analysiere achtsam die Situationen

Mache dir deine Situationen bewusst, in denen du dich zum Opfer machst. Wann jammerst du und gibst anderen die Schuld für deine „Misere“? In welchen Situationen machst du dich kleiner als du bist und „unterwirfst“ dich den Gegebenheiten? Beobachte dich einmal eine Zeitlang und notiere dir all diese Situationen, in denen du das Gefühl hattest, ein Opfer zu sein.

Tipp Nr. 2: Hinterfrage diese Situationen

Stelle dir nun immer und immer wieder die folgende Frage:

„WILL ICH DAS WIRKLICH?“

Hast du diese Frage mit einem klaren „Nein“ beantwortet, so gehe gleich weiter zum nächsten Tipp.

Tipp Nr. 3: Werde der Schöpfer, der du SEIN möchtest

Stelle Dir nun gleich die nächste Frage:

„WAS WILL ICH STATTDESSEN?“ oder „WIE MÖCHTE ICH STATTDESSEN SEIN?“

Schreibe dir deine Antworten bitte handschriftlich auf ein Blatt Papier, damit du diese nicht nur in deinen Gedanken bearbeitest, sondern auch für dich und deine Augen sichtbar machst. Dies erhöht den Effekt des Lernens!

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