Empathische Tierkommunikation

Die Fähigkeit die Gefühle und Gedanken des Gegenübers zu verstehen, nennen wir Empathie. Wissenschaftler unterscheiden die emotionale Empathie (das Mitgefühl), die kognitive Empathie, durch die wir die Gefühle und Gedanken unseres Gegenübers nachvollziehen können, und die soziale Empathie, die uns kulturelle Codes erkennen lässt.

Will man Gefühle und Gedanken nachvollziehen, setzt dies eine sehr gute Kommunikation voraus. Dazu benötigt man allerdings entsprechendes Wissen über gewisse Kommunikationsregeln. Unsere Tiere reagieren diesbezüglich instinktiv ihrer Art gemäß. Wir Menschen müssen uns erst in das Tier hineinversetzen und die passende Kommunikation für die entsprechende Tierart erlernen. Dies ist nicht so schwierig wie sich das anhört, setzt allerdings Wissen über die Besonderheit der entsprechenden Tierart voraus.

Kommunikation ist Informationsaustausch

Verstehen und verstanden werden, darum geht es letztendlich bei der Kommunikation, auch bei der Kommunikation mit dem Tier. Um mit einem Tier kommunizieren zu können, müssen wir ihm auch einen gewissen Rahmen bieten, um sich dementsprechend ausdrücken zu können. Verbote müssen sein, schon aus diversen Sicherheitsgründen, dürfen allerdings nicht zu eng gesteckt werden. Auch Tiere erleben eine Vielfalt an Gefühlen wie Trauer, Freude, Ärger, Angst oder Frust, kein empathisch veranlagter Mensch wird dies bestreiten.

Gegenseitiger Respekt ist die Grundlage jeglicher Kommunikation, dies setzt Wissen über das Sozialverhalten der jeweiligen Tierart voraus. Mit etwas Übung lässt sich dann die Kommunikation so sehr verfeinern, dass man das Gefühl hat, sich mit seinem Hund oder Pferd mit einer leichten Bewegung der Fingerspitzen oder einem Lidschlag verständigen zu können.

Verständigung durch klare Gedanken

Reiter werden die Aussage kennen, dass man, will man einen wirklich kreisrunden Zirkel reiten, diesen geistig vor dem inneren Auge haben muss. Man fokussiert sein Denken auf diesen Zirkel und vorausgesetzt Reiter und Pferd sind nicht völlig ungeübt, wird dieser Zirkel vorbildlich rund werden.

Ein wunderbares Miteinander gibt es auch, wenn Hund und Mensch aufeinander achten. Der Mensch hat durch die feinen Sinne des Hundes die Möglichkeit wesentlich mehr wahrzunehmen und der Hund, der seinen Meuteführer achtet, wird versuchen ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Denken kommt vor dem Sprechen

Gewöhnt man sich ein klares Denken an, fokussiert man also sein Denken, wird man auch anfangen klar zu sprechen. Für Tiere ist natürlich vorwiegend der Klang der Stimme ausschlaggebend, aber will ich, dass mein Hund einem Befehl von mir nachkommt, muss ich diesen klar und deutlich, allerdings nicht laut äußern und darf diesen nicht in einem Wortschwall verstecken. Und nicht nur bei der Tierkommunikation führt ein klares Denken und Sprechen auch zu einem klaren Handeln. Klares Handeln ist zielgerichtet und erfolgreich.

Geben Sie bei Missverständnissen nicht dem Tier die Schuld, sondern versuchen sich selbst klarer auszudrücken. Es gibt kein Scheitern, sondern nur neue Gelegenheiten. Der Energieaustausch bei einer gelungenen Kommunikation ist nicht zu unterschätzen, vor allen Dingen der empathische Mensch fühlt sich dadurch positiv aufgeladen und kann sich hierbei völlig entspannen.

 

Tiere sind so manches Mal besser als jede Medizin und können Körper und Geist in Schwung halten.

Durch das Berühren von Hund oder Katze, sicherlich auch von einem Meerschweinchen werden Botenstoffe im Gehirn, Dopamin und Serotonin ausgeschüttet, was nicht nur zu einer Blutdrucksenkung führt, sondern auch die Laune und das Wohlbefinden des Menschen stark anhebt. Die Stresshormone sinken und der Mensch fühlt sich entspannter und friedlicher.

Phänomen der Stimmungsübertragung

Wenn sie gestresst sind, so ist ihr Tier ebenso genervt, sind sie positiv gestimmt, ist ihr Tier ruhig und entspannt. Wenn Sie gestresst nachhause kommen und sich dann mit ihrem Tier beschäftigen, wird auch ihr Tier genervt reagieren.

Tiere verständigen sich mit Körpersprache, Mimik und Lautäußerungen. Diese Sprache zu verstehen ist nicht immer leicht und erfordert ein großes empathisches Einfühlungsvermögen. Sie müssen darüber hinaus die Verhaltensweisen der Tierart kennen und Körpersprache und Mimik blitzschnell erfassen können.

Mir dem entsprechenden Willen, Wissen und Übung steht einer tiefgehenden Kommunikation mit dem Tier nichts im Wege.

Silvia C. Strauch, Autorin von: Krankhafte Narzissten enttarnen – Meine Hochsensibilität positiv gelebt – Das Fohlenbuch – Pferdegesundheit – Western, Freizeitreiten im Westernstyle Julie Smoke und die Pferdeflüsterin – Wie Pferde denken – Pferde ABC für Einsteiger Pferdepraxis Monat für Monat – Pferde natürlich halten – Pferde richtig füttern So wollen Pferde leben, so sollen Pferde leben

 

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